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Transport-Logistik

Das Szenario besteht in der Abbildung eines logistischen Netzwerks mit 7 Knoten (Städte) und 9 Kanten (Strecken), auf dem Transportgüter (z.B. PKWs, Pakete, Lebensmittel) und Transportmittel (LKWs), teilweise durch Automodelle im Maßstab 1:16 und teilweise durch Menschen repräsentiert, die Akteure des Szenarios bilden. Die Aufgabe der LKWs besteht darin, die Pakete von Knoten A nach Knoten B zu bringen. Dabei können die Transportgüter (Teilnehmer des Szenarios) ihren Willen in Form von Zielstädten äußern, indem sie eine entsprechende Eingabe in ihr PDA-GUI (Benutzerschnittstelle) machen.
 
Demonstrator „Transportlogistik“ mit Teilnehmern.
 
Zunächst bekommt der nächstgelegene LKW, der entsprechend ausgerüstet ist (bspw. mit einem Kühlcontainer für den Transport von Lebensmitteln) die Anfrage des Stückgutes zu sehen. Der Teilnehmer, der die Rolle des LKWs innehat, muss nun unter Abwägung der Faktoren „derzeitige Ladung“, „Reservierungen“ und „Streckenverläufe“ die Entscheidung treffen, ob die Annahme des Auftrages sinnvoll ist. Kann der entsprechende LKW innerhalb einer vorgegebenen Zeit keine Entscheidung treffen, wird die Anfrage an weitere in Frage kommende LKWs geleitet. Nachdem ein LKW den Auftrag angenommen hat, werden unterstützende Softwareelemente aktiviert, die nun zusammen mit dem Teilnehmer als Intelligenz des einzelnen logistischen Objektes agieren und dessen Entscheidungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Selbststeuerung erweitern und so die dezentrale Entscheidungsfindung des Objektes demonstrieren. Hierzu zählt z.B. die implementierte Routenplanung für die LKWs, die kontinuierlich eine Optimierung der Route vornimmt, um einerseits unnötige Leerfahrten zu vermeiden und um andererseits auf auftretende Störungen wie z.B. Staus durch Umfahrung sofort zu reagieren. Bei Störungen des Kühlaggregats hat das Transportgut immer die Möglichkeit, seinen Auftrag zu stornieren, um im nächstmöglichen Ort abgeladen zu werden. So kann sich das Transportgut für ein weiteres Transportmittel entscheiden, um sein Ziel zu erreichen. Ferner findet während des Ladevorganges ein erstmaliger Informationsaustausch mittels RFID-Technik zwischen Transportmittel, das mit einem RFID-Reader ausgestattet ist, und dem Transportgut, das seine Informationen mittel eines RFID-Tags kommuniziert, statt. Diese Technik ermöglicht die Implementierung automatischer Ladungserkennung und dadurch die automatische Einstellung bspw. eines Kühlcontainers. Ein ständiger Informationsaustausch via WLAN zwischen Transportmittel und Transportgut erlaubt beiden Seiten, sofortige Entscheidungen hinsichtlich des Transportes zu treffen und diese dem jeweils Anderen mitzuteilen.
 
 
Monitoringoberfläche des Demonstrators „Transportlogistik“.
 
Der Gesamtaufbau dieses Demonstrationsszenarios wurde visualisiert; somit ist den Besuchern ermöglicht worden, als passive Beobachter das Geschehen am Großbildschirm zu verfolgen, um sich während des Ablaufes über das Ausmaß des Informationsaustausches ein Bild machen zu können.